[ Fehntjer Kurier ]

Geschichten aus dem Overledingerland

Liebevoll gesammelt und aufs getreulichste nacherzählt von Michael Till Heinze


Bildübersicht Fehntjer Kurier 1990

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Bildbeschreibung Link
Großer Andrang herrscht vor der ehemaligen Werft Jansen & Kronenberg

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Das Haus auf der " Witt Hüll". Auf der Südseite wohnte damals Frau Kramer, die ein Baby auf dem Arm hält und das Schaf mit der andern Hand bändigt. Links daneben Anneliese und eine weitere Tochter.

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Der Hauptfehnkanal bei Ebbe. Im Hintergrund das später von Harm Schaa gekaufte Haus auf der "Witt Hüll", in dem der Nachfolger von Maschinenbaumeister Karl Kronenberg dann wohnte. Der ehemalige Schiffsmast, der zum Heben der zu reparierenden Motoren diente, steht noch vor der schon verlassenen Reparaturwerft.

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Die Rhauder Schanze. Skizze im Staatsarchiv Aurich aus dem Jahre 1717.

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Karl Kronenberg war ein sehr belesener Mann. Während "Max" Jansen häufig sagte: "Dat ward nix warden", überlegte Maschinenbaumeister Kronenberg das Problem theoretisch, um eine Lösung zu finden.

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Wo, so fragt sich der unbedarfte Betrachter, ist denn nun die Jansen- Werft? Damals genügten ein "Pikhuus" und eine Slipanlage. Alle anfallenden Arbeiten wurden unter freiem Himmel bewältigt.

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Harm Schaa auf seiner Reparaturwerft am Hauptfehnkanal. Rechts die Nordseite des Hauses auf der "Witt Hüll".

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Bevor solch ein Reithbündel zusammengebunden wurde, schüttelte es Jan Beening ordentlich durch, damit etwaige Verunreinigungen herausfallen konnten.

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Vater Jan Beening bündelte das geschnittene Reith. Wie alle Ostfriesen war auch er ein "süniger" Mensch: Die Kniepartien seiner Hose waren mit Taschentüchern geschützt, denn das Reith hatte sehr scharfkantige Blätter, die rasiermesserartige Schnitte verursachen konnten.

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Die jungen Rohrweihen sind unterschiedlich alt, da sie nicht zur selben Zeit schlüpfen wie Hühner oder Enten. Zuerst hocken sie nur und heben zur Abwehr die flaumigen Flügel (rechts). Erst später richten sie sich zur vollen Größe auf, um den vermeintlichen Feind anzufauchen. Junge Greife lassen sich schwer bestimmen, da ihr Daunenkleid sich erst nach und nach verfärbt.

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Die großen Reetflächen bieten vielen Tieren sommers und winters guten Schutz. Hier betrachten Jan Schulte aus Leer (rechts), Bernhard Nehuis, Spriekenborg, und links Geerd Beening aus Heerenborg halbflügge Rohrweihen (Circus aeruginosus) in ihrem Nest.

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Die Brüder Gerd und Beene Beening beim Reithschneiden mit der Sichte etwa um 1935. Im Hintergrund ist die Trasse der Eisenbahnlinie Rheine – Emden zu erkennen. Hier im Dreieck zwischen Tjackleger, Heerenborg und Esklum gab es an den ehemaligen Mündungsarmen des Wallschlots ziemlich große Reithflächen (siehe Fehntjer Kurier vom 27.7.89)

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Eine der vier Hütten von Olln Willm in Großwolderfehn. Sie ist mit Reith gedeckt. Eine Hütte war sogar mit einem Volksempfänger bestückt, weshalb 0ll Willm sonntags viel Besuch hatte. Die Kapellenstraße wurde auch "Willmstraße" genannt. Foto etwa um 1934.

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Aus dem China-Album des Matrosen Wilke Tinnemeyer: Vornehme Opiumraucher in Shanghai.

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"Zur Erinnerung an meine Reisen in China und Japan 1905 bis 1907", so heißt es auf diesem sehr schönen gestickten Seidentableau des Matrosen Wilke Tinnemeyer.

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Dieser Ausschnitt zeigt den Matrosen Wilke Tinnemeyer aus Ostrhauderfehn.

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Das Denkmal der 1878 gebauten "SMS Iltis I". Dieses denkmal erinnert an die schweren Kämpfe um das Fort Taku während der Boxeraufstände am 17. Juni 1900.

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Die "SMS Iltis" beim Auslaufen zu einer Übung.

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Mannschaftsbild der "SMS Iltis". Die "Reserve von dem Chinastrand hat treu gedient dem Vaterland".

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Im Jahre 1929 feierte der Schiffer Heinrich de Haan aus Rhaudermoor Hochzeit mit seiner Braut Hedwig Hübner aus Danzig. Die Feier fand im "Deutschen Haus" von Joke Plümer statt. Obere Reihe von links: Gretchen, Lidi und Johann Plümer, Sini Plümer und Theodor de Haan, Wilma Plümer und Karl de Haan sowie ganz rechts Käthe BIey. In der zweiten Reihe steht das Ehepaar Pieper sowie das Hochzeitspaar, dann folgen: Heiberdine Krawinkel, geb. de Haan, Margarete de Haan und Schneider Karl Bley sowie Lini Poelmann und Karl de Haan. Von links sitzt Schneidermeister Claas Bley in seinem eleganten Anzug und neben ihm seine Frau Catharina, geb. Rosenboom. Der Junge mit dem Papierfähnchen ist Karl Krawinkel. Rechts neben dem Brautpaar sitzen Talea, geb. Rosenboom, und Claas de Haan sowie im modischen Kleid der zwanziger Jahre Tini Bley. Der Junge vor dem Bräutigam ist Karl Krawinkel und das Mädchen rechts beim Opa ist Hanne de Haan. Vorn auf der Matte sitzen Mimi Krawinkel und Heinrich Pieper.

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Als Onkel Hans und "Tanti" aus Ihrhove zu Besuch nach Westrhauderfehn kamen, mußten sie sich nach dem Teetrinken draußen im Garten aufstellen, damit Bernhard sie fotografieren konnte. Johannes Müller hat noch die bequemen Hausschuhe seiner Gastgeber an, da die Sonntagsschuhe doch arg drückten. Zur Anzugsjacke trug Onkel Hans ein "Insett" oder "Bäffchen", das man auch gekräuselt oder plissiert kaufen konnte. Die Beinkleider aus weichem Tuch wurden nicht gebügelt. Über die Kleidung von seiner Schwester Gretchen ein andermal mehr.

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Fehntjer Ehepaar in "Dagwarkstüch": Geeskeanna, geb. Heyen, und ihr Mann Rösken Börg aus Ostrhauderfehn, etwa um 1927. Er trägt Manchesterhosen, Busuruntje und einen langen Rock. Als Fischdampfermatrose gehört die Schiffermütze zum "Outfit".

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In einer Bremer Schneiderei erlernte Diedrich Seemann aus Idafehn (zweiter von rechts) das Schneiderhandwerk.

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Georg Plaisier aus Ostrhauderfehn läßt sich in seinem Sonntagsanzug fotografieren, allerdings ohne Stehkragen und Schlips, und auch die Uhrkette liegt noch wohlverwahrt im Haus.

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Jeder, der sich mit Familiengeschichte beschäftigt, hat von seinen Vorfahren solche oder ähnliche Bilder. Ein stattlicher Mann in den "besten" Jahren mit dem nötigen Kleingeld geht zum Fotografen, um sich im Sonntagsanzug ablichten zu lassen. Der elegante Herr befestigte an der Weste eine möglichst kostbare Taschenuhr, die durch eine oder auch zwei Ketten gehalten wurde. Hier sind es die beiden Schiffer Karl (links) und Claas de Haan aus Rhaudermoor, die ein Bild von ihnen anfertigen ließen. Die Stehkragen waren ungewohnt und scheuerten. Solch ein abnehmbarer Stehkragen hatte im Sommer bei einer "heißen" Tanzveranstaltung große Vorteile, weil er schnell ausgewechselt werden konnte. Peinlich aber, wenn dabei der Kragenknopf verloren ging. - Der Zweireiher von Karl hatte "överneiht Tasken". Das Bild dürfte etwa um 1920 gemacht worden sein, denn Karl wurde 1902 geboren.

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Der Rock hat keine Rüschen, aber das Oberteil ist aufwendig verziert. Aaltje Börchers aus Holterfehn ließ dieses Foto bei Bengen in Leer anfertigen.

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Wilhelmine Lühring, geb. Mühring, starb 1919 im Alter von 55 Jahren. Ein Rüschenkleid aus der Jahrhundertwende.

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Als die Blusen aufkamen, hatten die Damen die verschiedensten Kombinationsmöglichkeiten. Hier zeigt Trientje Schilling aus Idafehn, was sie ausgesucht hat.

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Hunderte von Kindern hat sie unterrichtet, die Mittelschullehrerin Fräulein Tuinmann.

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Eine Maid, die bei den Gebrüdern Wiese im Haushalt angestellt war.

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Der Spitzenkragen kam aus Brüssel, den Frauke Lühring hier im Jahre 1915 präsentiert.

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Eine unbekannte Tante aus der Familie Lühring/Ulpts.

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Im Jahre 1931 stellten sich Rösko, Hanni und Gerta Prahm für ein Foto an die Mauer des Geschäftshauses. Die Eltern hatten früher auch Manufakturwaren. Dieses gestickte Kleid war demnach "von der Stange".

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Auguste Marschallek und Hiskea Meyer hatten sich ordentlich herausgeputzt, damit der Fotograf ein schönes Bild anfertigen konnte.

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Fest zugeknöpft bis unters Kinn, den Rock lang bis über die Knöchel, nur die Ärmel durften modisch dreiviertel lang sein. Margarethe Fecker, geb. Bekebrock aus Ostrhauderfehn hat sich mit ihrer Tochter Angela in Leer fotografieren lassen.

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Anzeige von 1885 im Leeraner Anzeigenblatt.

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Die Mode der zwanziger Jahre: Gretjeline Junior aus Rhaudermoor bei einer Freundin in Oldenburg.

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Die schicke junge Dame rechts nähte für ihr Leben gern. So kamen die Frauen der ganzen Familie zu schicken Kleidern. Von rechts: Elisabeth Kramer, Hermann Kramer, Trientje, geb. Junker, Anna Hündling, Rika und Alma sowie Heinrich Kramer und Alfred Schiller, der im 1. Weltkrieg fiel. Im "Hörn" sitzt der Patriarch Ulrich Kramer.

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Das gesamte Deichgatt stand auf Betonringen. Die plötzlich drückenden Wassermassen im Entlastungspolder unterspülten das Deichgatt und rissen dabei 25 m breite Löcher in den anliegenden Deich.

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Sturmböen und Schneeschauer fegten am Dienstag, dem 2. Februar 1983, über das Oberledingerland. Der Himmel hatte ein seltsam düsteres Aussehen. Die Tiere waren unruhig, und die Menschen fürchteten sich. Am Mittwoch hatte sich das Wetter etwas beruhigt, aber bei Spriekenborg stand das Land unter Wasser. Einen Meter hoch gluckerte es "in't Achterköken" der Familie Hinken zwischen Stühlen, dem Sofa und den Schränken. Im Stall hatten sich die Hühner auf treibende Heuballen gerettet, und die Kühe waren nach Esklum abtransportiert worden. Alle elektrischen Geräte konnten nicht mehr benutzt werden. Es war ein Schaden von über 20 000 DM entstanden.

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Mit der auf der ehemaligen Wiese-Werft gebauten Tjalk "Delphin" durfte Anton Hensmanns mit Erlaubnis der Eigner Jutta und Martin Ullrich vor einigen Jahren noch einmal auf der Leda schippern, und auch das neumodische Leda-Sperrwerk war für den erfahrenen Schiffer kein Hindernis.

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Der Weg zu den Wiesen im Entlastungspolder führte durch dieses Deichgatt. Die reißende Strömung hat vorn und hinten gewaltige Löcher in den Deich gerissen.

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Das Leda-Sperrwerk wurde neben dem Leda-Altarm gebaut, der später als Zuführung zum Entlastungspolder wurde, nachdem die Leda durch das Sperrwerk hindurch "begradigt" worden war. In diesem Entlastungspolder plant die Gemeinde Westoverledingen jetzt einen Feuchtbiotop. Etwa über dem Bindestrich liegt das Deichgatt, welches unterspült wurde und die beiden Höfe in Spriekenborg unter Wasser setzte.

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Das alte Lehrerhaus von Völlen. Rechts steht Lehrer Gerhard Anton Becher mit seiner Frau und seinem Sohn. Lehrer Becher war seit 1919 an der Völlener Schule. Er wurde im alten Lehrerhaus 1885 geboren, denn sein Vater Siefko Wilhelm Becher war an dieser Schule auch schon Lehrer gewesen. Dieser hatte am 10. November 1883 die Lutherlinde gepflanzt während einer Schulfeier zum 400sten Geburtstag von Martin Luther. Das ganz alte, ursprüngliche Schulhaus von 1806 sei, so wird erzählt, an einem Sonntagmorgen in Brand geraten. Der Pastor hörte überhaupt nicht auf zu predigen, so daß ein ziemlich großer Schaden entstand.

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Viele Dörfer in Ostfriesland haben eine "Villa", so auch Völlen. Zur Kaiserzeit muß das eine Modeerscheinung gewesen sein. Als der Müller Rudolf Löning - im Vordergrund mit der Flinte und seinem Jagdhund - seine Mühle in Völlenerfehn verkauft hatte, ließ er sich diese "Villa Roseneck" 1909 in Völlen bauen, denn sein Bruder lebte hier: Es war der Mühlenbesitzer Johann Löning. Rudolf Löning war mit einer Goudschaal verheiratet, und die hatte eine Schwester, die einen Luitjens geheiratet hatte. So ist es heute "Luitjens Huus". In den zwanziger und dreißiger Jahren hatte Mimi Luitjens, geb. Goudschaal, hinter den linken beiden Fenstern eine Drogerie eingerichtet, in der sie ihre eigene Spezialsalbe gegen Hämorrhoiden verkaufte.

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Das Haus Ackermann "up Latter". Eigentlich ist es "oll Klaver sien Huus". Vorn steht Frau Klaver mit ihrer Tochter Elsi auf dem Arm und Tochter Johanne. Daneben die beiden Brüder Bernhard und Johann Klaver, von denen einer nicht geheiratet hatte. Tochter Johanne Klaver hat dann eine Ackermann geheiratet, so daß dies Haus zu einem neuen Namen kam. Die Leser mögen das kleine Häuschen zwischen Baum und Hinterhauswand beachten: Ich werde es demnächst genau erklären.

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In diesem Haus befand sich einst die "Posthülfstelle Völlen". Der Postagent mußte die Briefe und Pakete für die Postkutsche bereithalten. Später haben Johann und sein Bruder Heinrich hier eine Kolonialwarenhandlung eröffnet. Hier kannte jeder jeden, und wer das Neueste erfahren wollte, kaufte ein bißchen Marmelade (das Glas mußte mitgebracht werden!) oder Senf und vielleicht noch ein Kälbertau.

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Das Dorf Völlen liegt langgestreckt an einem Weg. Im Norden "dor is Latter" und im Süden zum Wehrdeich hin "dor is Sud-Enn". Dieses Wort "Latter" kann niemand plausibel erklären. "Up Latter" stand dieses Heuerhaus, das dem Bauern Wübbena gehörte. Es wurde von den Koks bewohnt, die bei Wübbenas arbeiteten. Zweite von links ist Frau Kok und rechts steht ihr Sohn. Links steht das Nachbarkind Henny Frey und in der Mitte ihre Schwester Auguste (Gusti). Im "Achterenn" wohnte ein Fritz Reuter, der irgendwie hier in Völlen hängengeblieben war.

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Gleich hinter Wübbenas Heuerhaus stand der Hof von August Frey, dessen Töchter auf nebenstehendem Bild abgelichtet sind. Dieses Foto gefällt mir besonders wegen der Saaneziege, die wohl Koks gehörte. Im Vordergrund einer der vielen Kolke, die es um Völlen herum gibt. Zur Ems hin gab es in der kolkreichen Niederung "dat Huus van Truchen", in dem Arbeiter und Gesindel hausten. Daran erinnert der Weg "Truften" am heutigen Badesee.

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Wer alte Fotos aufmerksam betrachtet, entdeckt "dat Gemack" (siehe FK v. 15.6.1989 und v. 15.2.1990). Dieser hölzerne Anbau (links) hat früher als halboffene Holzhütte in einer "Jierdobbe" auf einem kleinen Sandhügel etwa zehn Meter vom Haus entfernt gestanden.

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Ab und zu werden auf Auktionen in London oder New York versilberte oder sogar vergoldete "Nachtgeschirre" von Kaisern und Königinnen für viel Geld versteigert. Hier sitzt "Paster Smidt sien Jung achtert Pastoree up Pott". Damit ihm die Zeit nicht zu lang wird, darf er in einem Bilderbuch blättern.

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Die Papierrolle an der Wand beweist es: Ein Foto aus unseren Tagen, nicht etwa fernab von Wasserleitung und Kanalisation, sondern mitten in einem reputierlichen Ort des Overledingerlandes, wo viele Villen von bessergestellten Bürgern stehen.

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Das ehemals stille Örtchen eines landwirtschaftlichen Anwesens an der Moorhuser Straße in Rhaudermoor.

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Es ist gar nicht so leicht, Fotos mit einem "Gemack" zu finden. Wer genau hinschaut, sieht rechts an der hinteren Hauswand "dat Huuske".

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Die ersten Strahlen der tiefstehenden Frühlingssonne spenden ein bißchen Wärme, so daß die kleine Marianne schon draußen sitzen darf. Sie hält den geliebten Ball mit beiden Händen fest und wartet geduldig auf den großen Augenblick.

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Ein moderner, fein gedrechselter "Krüppstoehl" von 1931 ohne Topf. Die alten musealen Kinderstühle waren häufig aus einfachen Brettern zusammengezimmert.

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"Veränderungen" hieß die Fotoausstellung im Rhauderfehner Rathaus. Fast täglich verändern sich Dinge um uns herum. Man muß sie sehen und sollte sie fotografieren als Dokumente unserer schnellebigen Zeit. Diese Giebelwand wird jetzt abgerissen und neu aufgemauert. Dann ist das steinerne "Huuske" verschwunden, das schon lange nicht mehr benutzt wurde.

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Gemack8

Eine einfache Pumpe mit Holzschwengel.

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